Es sind Praxistermine & Hausbesuche (Wuppertal +30km) möglich. Onlineberatungen & telefonische Beratungen sind in diesem Thema nur eingeschränkt sinnvoll & möglich.

Zungenband / Lippenband / orale Restriktionen - Was ist das?

Orale Restriktionen bei Babys bezeichnen Einschränkungen in der normalen Beweglichkeit der Zunge, Lippen oder Wangen, die sich auf essenzielle Funktionen wie das Saugen, Schlucken und Sprechen auswirken können. Häufig manifestieren sich diese Restriktionen durch verkürzte Zungen- oder Lippenbänder. Diese natürlichen Strukturen können bei manchen Babys kürzer sein als optimal, was zu Herausforderungen während des Stillens, der Flaschenfütterung und später möglicherweise beim Essen und Sprechen führen kann. In meiner Beratung fokussiere ich mich darauf, Eltern bei der Erkennung und dem Verständnis oraler Restriktionen zu unterstützen, um gemeinsam Lösungen zu finden und eine optimale Entwicklung ihres Babys zu fördern.

Möglichkeiten

Hilfestellung bei Schwierigkeiten & Erforschung möglicher Ursachen

Ich höre mir eure Situation an & finde mit euch Möglichkeiten zur Optimierung der Situation

Einschätzungen zu oralen Restriktionen & der Funktion

Basierend auf meinem Wissen und meiner Erfahrung teile ich euch mit, ob ich den Verdacht habe, dass orale Restriktionen bei euch eine Rolle spielen könnten. Maßgeblich hierfür sind unser Gespräch, mögliche Symptome, sowie die Beobachtung von Situationen und das Beobachten von z.B. Zungenbewegungen während des Termins. Zur ärztlichen Diagnostik verweise ich euch an kompetente Adressen aus meinem Netzwerk die euch ernst nehmen werden und bei denen ihr für diesen Prozessschritt gut aufgehoben seid.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit Hebammen & Entbindungspflegern, Ärztinnen & Ärzten, Logopädinnen & Logopäden, Osteopathinnen & Osteopathen und vielen weiteren Berufsgruppen

Informationen

Gerne beantworte ich eure Fragen und gebe euch Informationen für eure Situation

Begleitung bei Trennungen

Möglich sind Vor- & Nachbegleitung in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Ärztinnen & Ärzten aus meinem Netzwerk

Begleitung bei früher erfolgten Trennungen ohne dauerhafte Besserung

häufig betrifft dies Trennungen in den ersten Lebenstagen im Krankenhaus oder bei unbegleiteten oder unvollständigen Trennungen

Begleitung und Beratung rund um das verkürzte Zungenband & andere orale Restriktionen

Wenn du ein Baby unter 6 Monaten hast und den Verdacht oder die Diagnose auf ein verkürztes Zungenband oder Lippenband hast, dann begleite ich dich sehr gerne und helfe dir einen guten & gangbaren Weg für euch zu finden. 

Als Stillberaterin begleite ich vorrangig gestillte Kinder bei denen ein verkürztes Zungenband oder Lippenband vorhanden ist bzw. der Verdacht darauf vorliegt. Jedoch ist eine Zusammenarbeit auch möglich, wenn du dein Kind ausschließlich mit der Flasche ernährst. Dann sehe ich mir die Flaschengabe anstatt der Stillbeobachtung an.

Bei älteren Säuglingen und jungen Kleinkindern ändert sich das Vorgehen etwas, da sich z.B. die Kooperationsbereitschaft der Kinder hier oft unterscheidet. Termine für Kinder ab 6 Monaten sollten immer nur telefonisch vereinbart werden, damit wir gemeinsam einschätzen können ob und unter welchen Voraussetzungen eine Begleitung zu oralen Restriktionen derzeit möglich & sinnvoll ist. 

Das Erkennen & Einschätzen von oralen Restriktionen fällt vielen schwer

Häufig haben Eltern, die meine Beratung aufsuchen, bereits eine lange Reise hinter sich und unterschiedliche Einschätzungen von medizinischem Fachpersonal erhalten. Die Berichte über diese Aussagen variieren erheblich:

  • Manche leugnen die Existenz verkürzter Zungenbänder komplett.
  • Manche behaupten, dass sich das einschränkende Zungenband im Laufe der Zeit von selbst auswächst und keine späteren Einschränkungen verursacht.
  • Manche behaupten, dass das Zungenband durch Dehnübungen maßgeblich beeinflusst werden kann.
  • Manche versuchen den Schweregrad anhand der Lage zu beurteilen und differenzieren zwischen „vorderen, stark einschränkenden“ und „harmlosen hinteren“ Zungenbändern. (Spoiler: Die Positionierung ist nicht ausschlaggebend).
  • Manche behaupten, dass Zungenbänder lediglich einem Trend folgen und es dieses Phänomen früher nicht gab.
  • Manche unterstellen, dass die Thematik rund ums Zungenband nur Geldmacherei ist.

Keine dieser Aussagen und Annahmen ist evidenzbasiert richtig. Sie entstehen, weil dass Wissen um einschränkende Zungenbänder leider auch im Gesundheitssektor nicht selbstverständlich ist und häufig eigene Meinungen und „Gehörtes“ wiedergegeben wird obwohl sich nie wirklich und umfassend mit dem Thema beschäftigt wurde.

Um Zungenbänder und ihre Auswirkungen sehen und einschätzen zu können, braucht es viel mehr als eine Meinung und ein paar Minuten Beschäftigung mit dem Thema.

Mein Ziel ist es, in diesem sensiblen Bereich Klarheit zu schaffen und eine verständnisvolle, individuelle Begleitung anzubieten. Hier begegne ich den unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen mit Respekt und biete fundierte Informationen sowie praktische Unterstützung für Eltern, die nach Antworten und Lösungen suchen. 

Meine Expertise & ein kritisches Wort zum "Zungenband-Beratungstrend"

Ich habe mich mehrere hundert Stunden mit dem Thema orale Restriktionen beschäftigt, zahlreiche Familien auf unterschiedlichen Wegen in dem Bereich begleitet und bin Mitglied der deutschen Fachgesellschaft für Behandlung oraler Restriktionen (DEFAGOR). Wer möchte, kann sich meine Fort-& Weiterbildungsstunden im Detail und ganz genau hier ansehen: Qualifikationen. Diese öffentliche Transparenz ist mir sehr wichtig, weil es den Umfang der Themenbeschäftigung zeigt.

Denn leider ist es in letzter Zeit vermehrt anzutreffen, dass z.B. Stillberaterinnen mit wenigen Stunden Fortbildung eigenständig orale Restriktionen begleiten. Auch wenn ich finde, dass jeder das Recht hat irgendwo anzufangen und zu „üben“, so sehe ich es dennoch sehr kritisch, wenn es ohne Begleitung geschieht und den Eltern eben nicht transparent gemacht wird, dass es sich um die Anfänge handelt bzw. denken viele Fachleute auch tatsächlich, dass es mit 4-5 Stunden Fortbildung getan ist und sie ausreichend wissen. Was es für ein riesiges Feld ist, wird ihnen dann viel später klar. Leider sind bei diesem Vorgehen im ungünstigen Fall die Eltern bzw. die Kinder die, die mit Auswirkungen kämpfen.

Mein Ansatz in der Begleitung von oralen Restriktionen

Meine Begleitung & Beratung verfolgt einen offenen und individuellen Ansatz, der die Bedürfnisse jeder Familie respektiert und ernst nimmt. Mir ist es wichtig, dass ihr als Familie  den Weg bestimmt und die Entscheidungen trefft, die zu euch passen. Auf dem Weg begleite ich euch und stehe euch zur Seite.

Ich höre mir eure Situation an, schaue auf eure Schwierigkeiten, z.B. beim Stillen, und stelle euch Fragen und sammele Hinweise. Bei mir bekommt ihr keine offizielle Diagnose, sondern meine Einschätzung ob ich eine orale Restriktion für wahrscheinlich halte. Außerdem bekommt ihr Infos zu oralen Restriktionen und mögliche Maßnahmen für eure Situation. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel die Optimierung des Stillens. Für die ärztliche Diagnostik leite ich euch zu kompetenten und gründlich fortgebildeten Ärzten und Ärztinnen weiter mit denen ich euch dann im Team betreue. Bei Auffälligkeiten die in den Bereich von anderen Fachdisziplinen, z.B. der Osteopathie und Logopädie gehören, leite ich ebenfalls entsprechend weiter und arbeite mit den Fachgruppen gerne interdisziplinär zusammen. Die oberste Goldene Regel in der Begleitung von oralen Restriktionen ist es die eigenen Kompetenzen zu kennen und offen zu kommunizieren wo es die Hilfe anderer Fachdisziplinen braucht.

Mein Part ist das Still- oder Flaschenmanagement, die Wissensvermittlung, das Fragenklären und das „Wege finden“ -gemeinsam mit euch- und wenn eine Trennung gewünscht und ärztlich befürwortet wird, auch das Vor- und das Nachbegleiten nach operativen Trennungen.

Keinesfalls gibt es bei mir 0815-Schablonen und starre Handlungskonzepte a la „Jedes Band muss getrennt werden“. Auch sehe ich meine Aufgabe nicht darin eine Diagnose zu stellen. Ganz im Gegenteil würde dies sogar ganz offiziell meine Kompetenzen übersteigen, da Diagnosen den Ärzten & Ärztinnen vorbehalten sind. Umgekehrt hilft ein reiner Arztbesuch im Bereich der oralen Restriktionen eben auch selten für sich alleine weiter, weil hier die beeinflussten Parameter (z.B. das Stillen) keine oder keine ausreichende Beachtung finden können. Als Fazit bleibt:

 

Orale Restriktionen erfordern immer ein individuelles und interdisziplinäres Vorgehen.

Jeder Fachbereich konzentriert sich dabei auf seine Kernkompetenzen um im Gesamtbild das Bestmögliche für die Familien zu erreichen!

Mögliche Symptome bei oralen Restriktionen

Schmerzen beim Stillen
Wunde Mamillen (Brustwarzen) & Wunden
unzufrieden oder unruhig wirkende Babys
Unklare Gewichtsverluste oder Milchproduktion
Geräusche (z.B. Schnalzen und Klicken bei der Nahrungsaufnahme)
eingeschränkte Zungenbeweglichkeit

Wissenswertes zur Begleitung bei oralen Restriktionen

Ein paar allgemeine Informationen zur Beratung:

Wie ist der Ablauf der ersten Beratung?

Du vereinbarst einen Termin bei mir über die Online-Terminbuchung, per E-Mail oder Telefon. Nach dem Vereinbarung erhältst du eine Terminbestätigung per E-Mail. Hier findest du auch den Link zu einem kurzen Fragebogen und den Beratungsvertrag zur Voreinsicht. Den Vertrag musst du nicht vorher ausfüllen oder ausdrucken! Den Fragebogen sende mir bitte per E-Mail spätestens 24h vor dem Termin zurück.

Zum vereinbarten Zeitpunkt sehen wir uns am vereinbarten Ort. Hier erzählst du mir warum du da bist und was deine Ziele sind. Wir machen eine Erstanamnese, damit ich ein genaueres Bild von der Situation bekomme. Hier stelle ich dir auch verschiedene Fragen. In der Regel erfolgt darauf die Stillbeobachtung oder Beobachtung der Flaschengabe. Während der Beratung beobachte ich dein Kind gründlich und schaue mir zum Beispiel die mit der Zunge ausgeführten Bewegungen an und achte auf Auffälligkeiten. Danach sprechen wir über mögliche Wege für dich/ euch und legen fest wann wir das nächste Mal voneinander hören oder uns sehen. Bei oralen Restriktionen sind aufgrund der Komplexität und zur Evaluierung der Maßnahmen in der Regel mindestens zwei Termine nötig.

Wer darf bei der Beratung dabei sein?

Bei Begleitungen zu oralen Restriktionen sollte auch immer dein Kind dabei sein 🙂 Geschwisterkinder können dabei sein, wenn du dich auch mit ihrer Anwesenheit auf die Beratung konzentrieren kannst. Lebenspartner*innen dürfen immer mit dabei sein! Auch Oma/Opa/Freund*in etc. sind willkommen! Ich bitte euch jedoch, euch für eine erwachsene Begleitperson zu entscheiden, sonst wird es zu voll und unruhig.

Wie lange dauert die erste Beratung?

Durchschnittlich dauert eine Erstberatung zwischen 1,5-2 Std.

Es gilt: je komplexer das Thema, desto länger dauert die Beratung. Zudem ist die Zeit auch davon abhängig, wie es deinem Kind geht. Manchmal muss z.B. erst getröstet werden oder ein ein schnelles 5-Minuten-Schläfchen eingeschoben werden.

Praxistermine sind aufgrund von Folgeterminen in der Regel auf höchstens 2 Std. begrenzt. Hausbesuche meistens auf 2,5 Std.

 

Was passiert nach der ersten Beratung?

Ich bitte dich immer dich in ein paar Tagen zu melden und mir zu berichten wie eure Situation sich verändert hat. Ich freue mich, wenn ihr das nutzt!

Kleine Nachfragen zu den Inhalten der Beratung sind innerhalb von 3 Wochen (in Schriftform) kostenfrei. Wenn sich ein neues Thema ergibt oder die Antwort einen Zeitumfang beansprucht der die kostenfreie Nachbegleitung übersteigt, so sage ich dir VOR meiner Antwort wenn es kostenpflichtig wird. Erneute Termine in der Praxis oder im Hausbesuch werden immer berechnet, es sei denn ich kommuniziere die Kostenfreiheit VOR Termin.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten kannst du immer der aktuell gültigen Preistabelle unter „Preise“ entnehmen. Mehr Kosten als dort aufgeführt kommen ohne deine Zustimmung nicht auf dich zu! Ich erhebe keinen Zuschlag für die Ersterhebung zu oralen Restriktionen oder den Verdacht auf diese.

Weitere Fragen?

Wirf gerne einen Blick in die häufig gestellten Fragen